Die Genießerregionen
84 ie Ortenau hat viele Gesichter, der Wald zieht dabei immer die Konturen. Nirgends gibt es in Baden-Württemberg so viel Wald und nirgends gibt es soviel Waldvielfalt! Über 1.000 m Höhenunterschied zwischen dem niedrigsten Punkt bei Rheinau (124 m ü.NN ) bis zum höchsten Punkt auf der Hornisgrinde (1.164 ü.NN ) prägen mit all ihren standört- lichen und klimatischen Verschiedenheiten die malerischen Landschaften. Fast die Hälfte ist dabei Wald. Ursprünglich fast ganz be- waldet, haben die Menschen in der Ortenau in den letzten 2.000 Jahren dem Wald buchstäblich landwirtschaftliche und Siedlungsflächen abgerungen. Die Besiedlung begann in der Römerzeit im Rheintal. Dort ließen sich die Flächen gut landwirtschaftlich nutzen. Die Kolonisierung des Schwarzwaldes fing dagegen erst im Mittelalter durch die Aktivitäten der Klöster an. D Bunte Laub- und Nadelmischwälder Landschaftliche Juwelen von der Rheinebene bis zur Hornisgrinde Die Wälder entlang des Rheins, sogenannte Auewälder, haben dank ihrer außerordentlich reichen Tier- und Pflanzen- welt einen besonders hohen ökologischen Stellenwert. Mit ausschließlich Laubbäumen wie Eichen, Eschen, Erlen, Ahorne, Hainbuchen, Linden, Weiden und Pappeln wirken solche Wälder stark naturbelassen, für den Laien haben sie manchmal sogar urwaldartigen Charakter. Und wenn im Sommer das Wasser träge in den Altrheinarmen vor sich hinfließt, wenn dichtbewachsenes Gestrüpp die Lianen be- hangenen Wälder quasi undurchdringlich macht, wenn eine bunte Pflanzen- und Vogelwelt die Natur belebt, spricht man schon gerne mal vom „Badischen Dschungel“! Rheinauen bei Taubergießen – das rund 1.000 ha große Naturschutzgebiet gilt als Juwel der badischen Auewälder
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