Die Genießerregionen
86 das Bauen mit Holz hat in der Ortenau eine lange Tradition. Die alten Bauernhäuser im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhöfe zeugen von der alten Schwarzwälder Holz- baukunst und -tradition. Heute erlebt der Holzbau in der Ortenau wieder eine Renaissance und viele Häuser und Ge- bäude zeigen wieder viel Holz. Kaum ein Kindergarten, der nicht mit Holz gebaut ist und zwar meist mit der heimischen Weißtanne, der Charakterbaumart des Schwarzwaldes. Weißtannen prägen auch als Hauptbaumart die für den Schwarzwald und den bäuerlichen Wald typischen Plenter- wälder. Plenterwälder sind das Gegenteil von Kahlschlägen. Bei Kahlschlägen dauert es über 50 Jahre bis der Eigentümer wieder Nutzholz aus dem Wald erzielen kann. Diese Nut- zungsform ist für den bäuerlichen Privatwald ungeeignet, jede Generation muss zum Überleben Nutzen aus demWald ziehen können. Die Waldbauern haben daher den Plenter- wald erfunden, bei dem jede Generation in etwa den gleichen Nutzen aus dem Wald zieht. Der Plenterwald ist nicht nur ungleichaltrig, hat also dicke und dünne Bäume nebenein- ander, er hat auch verschiedene Bäume wie vor allem Weiß- tanne, Fichte und Buche. Damit ist der Plenterwald höchst risikostabil. Solche nadelholzreichen Plenterwälder, oft auch Dauerwälder genannt, werden vielgerühmt in der fachlichen und mythischen Waldliteratur. Sie machen den landschaftli- chen Reiz der Schwarzwaldhöhen aus. Nadelholzreiche Bergmisch- wälder sichern nachhaltige Holzvorräte für den Holzbau. In nur 10 Minuten wächst in den Wäldern der Ortenau das Holz für ein Einfamilienhaus nach. Die vor über 100 Jahren aus Nordamerika eingeführte Douglasie gilt als Hoffnungsträger im Klimawandel
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