Die Genießerregionen
72 der frisch geschlagenen Weißtanne mit ihrem hohen Feuch- tigkeitsgehalt bei einer Temperatur von 60–70 Grad und großer Luftgeschwindigkeit die Feuchtigkeit entzogen wird, mit einer ausgefeilten Sägetechnik zur Veredelung der Hölzer. Die dafür erforderliche Energie produziert der Unter- nehmer übrigens selbst und versorgt darüber hinaus noch über 200 Privathaushalte und zwei Kurkliniken in Nordrach. Qualität und Wertschöpfung wird im Sägewerk Echtle großgeschrieben, ist Philosophie, die nicht nur vom Chef, sondern auch von seinen 45 Mitarbeitern gelebt wird. Längst haben Lkws die Karren und Fuhrwerke abgelöst, die das Holz hinunter ins Tal transportieren. Allein 15 Lkws gingen einst auf den Weg nach Dresden für den Wiederauf- bau der Frauenkirche, erinnert sich Manuel Echtle und ist gleichzeitig auch ein wenig stolz, dass dafür Schwarzwald- holz verwendet wurde. Und nicht nur in heimischen Gefilden und in Europa ist das Qualitätsholz aus Nordrach gefragt: für Außenverschalungen, für Wände, Decken und Böden bei Innenausbauten wie unter anderem im Eingangsbereich zum Freilichtmuseum Vogtsbauernhöfe, als Akustikelemente in öffentlichen Gebäuden, für exklusive Möbel oder auch für Resonanzböden in Klavieren. Auch der Export spielt eine große Rolle für den Familienbetrieb in fünfter Generation. Rund 40 Prozent macht er aus, „allein 1,5 Millionen Toten- bretter gehen Jahr für Jahr nach Japan“. Schmale Holzbrett- chen zum buddhistischen Totengedenken, die Verwandte jedes Jahr neu auf die Gräber ihrer Toten stellen. Ein Glau- bensritual, das den Toten den Übergang in ihr anderes Leben erleichtern soll. Sie werden im Sägewerk Echtle aus Schwarzwaldhölzern gefertigt, aus bestem Qualitätsholz, das dem hohen Anspruch entspricht: es muss astfrei sein,
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